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Auf die behandelte Oberfläche wird eine Schicht aus vernetzbaren Nanopartikeln aufgetragen, an denen wasserabweisende Atom-/Molekülketten hängen. Diese bestehen zum Beispiel aus Fluoratomen. Die Nanopartikel ordnen sich an der Oberfläche ähnlich wie Tensidmoleküle auf der Wasseroberfläche an und bilden eine abriebfeste, vernetzte Matrix. Die wasserabweisenden Molekülketten sind jeweils nach oben gerichtet. Daraus resultiert eine sehr glatte, wasserabweisende Oberfläche. Gelangt nun Wasser auf so eine Oberfläche, versucht das Wasser eine möglichst geringe Kontaktfläche zu haben. So kommt es zur Tropfenbildung. Auf Grund der zwischen den Wasseratomen und den Atomen der Oberfläche wirkenden Anziehungskräften (Van-der-Waals-Kräften) kann jedoch keine perfekte Kugelform erreicht werden. So entstehen Tropfen, die elipsenförmig auf der Oberfläche aufliegen und viel leichter abfließen, sobald man die Oberfläche neigt. Es wird jedoch keine Selbstreinigung wie beim "Lotuseffekt®" erreicht! Die so behandelten Oberflächen müssen ebenfalls ab und zu gereinigt werden, jedoch mit deutlich geringeren Aufwand im Vergleich zu unbehandelten Oberflächen und beträchtlich kleineren Reinigungsmittelverbrauch.

Daher trägt dieser Effekt auch den Namen "Easy-to-Clean".
Antihaft-Oberflächen mit maßgeschneidertem Eigenschaftsprofil bilden eine Technologieplattform mit sehr breitem Anwendungspotential. Der Einsatzbereich reicht von transparenten Easy-to-clean-Beschichtungen geeignet für z.B. Oberflächen des täglichen Gebrauchs aus Glas, Stein, Metall oder Kunststoff, welche die Reinigbarkeit signifikant erleichtern, bis hin zu hoch-abrasionsfesten Antihaftbeschichtungen für technische Prozesse, die auch starke chemische Belastungen durch konzentrierte Säuren oder Laugen mühelos überstehen. Strukturell gesehen sind derartige Beschichtungswerkstoffe sogenannte
Gradientenmaterialien, wobei sich die Antihaft-Komponenten während der Filmbildung an der Luftseite der Beschichtung anreichern ("easy-to-clean"Effekt) und die hydrophileren Haft-Komponenten automatisch die Anbindung an den Untergrund gewährleisten.
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